Zubehör

Elektronische Anzeigeeinheit

Ein- Ausgänge

Buchse „Pulse Input“ (Eingang)

(Belegungsplan der Buchse siehe 'Verkabelung')

Über diesen analogen Eingang werden die Impulse des im Gaszähler eingebauten Impulsgebers eingelesen. Die für den Betrieb des Impulsgebers benötigte Spannung von 5 V wird ebenfalls über diese Buchse ausgegeben.

Am Pin „LED +“ liegt über einen geräte-internen Widerstand von 1 kOhm eine Spannung von 5 Volt in Bezug auf den Massebezugspunkt „LED GND“ an. Mit dieser Spannung wird die LED der Gabellichtschranke des Impulsgebers versorgt

Die beiden Pins „+ Darlington“ sind zwei separate Eingangskanäle für einzulesende Impulse. Der Impulsgeber der RITTER Gaszähler belegt derzeit nur einen Impulskanal. Ein Impuls wird jeweils dann ausgelöst, wenn einer dieser Eingänge auf GND geschaltet wird. GND ist der dazugehörige Massebezugspunkt. Der Eingangswiderstand beträgt ca. 20 kOhm bei der Einstellung Sensor PG2.0 und PG3.0. Bei der Einstellung PG2.0EX beträgt der Eingangswiderstand als Ersatzschaltung ca. 200 Ohm über einen Halbleiter, da dieser Sensor die Impulse durch Veränderung seines Betriebsstromes abgibt. Die Signale werden in der EDU über einen Schmitt-Trigger geformt. Die untere Schaltschwelle liegt bei ca. 1,5 Volt, die obere Schaltschwelle bei ca. 3,5 Volt.

Buchse „Analog Output“ (Ausgang)

(Belegungsplan der Buchse siehe Ziffer 8)

Über die 5-polige Rundbuchse „Analog Output“ (auf der Geräterückseite) wird ein Stromsignal (4–20 mA oder 0–20 mA) oder ein Spannungssignal (0–1 Volt) ausgegeben, das proportional zur programmierten Messgröße (siehe Ziffer 6.2.13) ist:

  1. zum aktuellen Volumenstrom oder
  2. zum aufsummierten Volumen

des Gases im angeschlossenen Gaszähler ist. An diesen Ausgang kann z.B. ein Analog-Schreiber, Regler o.ä. angeschlossen werden.

Strom-Ausgang

Der Vorteil des Strom-Ausganges liegt darin, dass die Übertragung des Messsignales auch über längere Strecken ohne wesentliche Beeinflussung durch fremde Störgrößen erfolgen kann.

Für die jeweilige Messgröße ergeben sich folgende Minimal- und Maximalwerte des Ausgangssignals:

Messgröße

entspricht

 

Volumenstrom [Ltr/h]

Volumen [Ltr.]

 

Ausgangssignal [mA]

0

0

 

0 oder 4

max. Volumenstrom des angeschlossenen Gaszählers gemäß Datenblatt

max. Volumen entsprechend Programmierung gemäß Ziff. 6.2.14

 

20

Als Standard-Ausgangssignal ist 4 - 20 mA voreingestellt für die Messgröße „Volumenstrom“. Zur Programmierung des Ausgangssignals auf 0 –20mA siehe Ziffer 6.2.11, zur Programmierung der Messgröße siehe Ziff. 6.2.13.

Die Stromschnittstelle wird geräte-intern mit Spannung von 24 V versorgt.

Wird durch einen Fehler im Gerät der Strom überschritten, so schaltet das Gerät die interne Versorgung von 24 Volt ab und im Display erscheint oben links der Text „24 Volt“. Gleichzeitig erlischt die grüne LED auf der Rückseite der EDU 32 FP und der interne Summer gibt einen Dauerton ab. Nach ca. 3 Sekunden prüft das Gerät, ob die Überlastung noch gegeben ist. Besteht weiterhin Überlastung, schaltet die EDU 32 FP die Stromschnittstelle wieder ab, es erscheint nach kurzer Abschaltung des Displays erneut die Meldung „24Volt“ und der Summer wird wieder angesteuert.

Da der Ausgang der Stromschnittstelle kurzschlussfest und strombegrenzt ist, weist diese Meldung auf einen internen Fehler im Gerät hin

Spannungs-Ausgang

Um den Analogausgang als Spannungsausgang zu aktivieren, muss der Stromausgang ausgeschaltet werden. Die Auswahl/Programmierung erfolgt über das Setup-Menü (siehe „Programmierung des Gerätes“, Ziffer 6.2.10).

Die Ausgangs-Impedanz des Spannungsausgangs beträgt ca. 3 kOhm. Angeschlossene Schreiber o.ä. sollten daher eine Eingangs-Impedanz von 10 kOhm oder größer haben um eine Beeinflussung des Spannungswertes zu vermeiden.

Für die jeweilige Messgröße (Volumenstrom/ Volumen) ergeben sich folgende Minimal- und Maximalwerte des Ausgangssignals:

Messgröße

entspricht

 

Volumenstrom [Ltr/h]

Volumen [Ltr.]

 

Ausgangssignal [V]

0

0

 

0

max. Volumenstrom des angeschlossenen Gaszählers gemäß Datenblatt

max. Volumen entsprechend Programmierung gemäß Ziff. 6.2.14

 

1

Ausgabe des Volumenstromes

Bei der Berechnung des Volumenstromes werden die Zeiten der Pausen zwischen den Impulsen gemessen. Dies bedeutet, eine Veränderung des Durchflusses wirkt sich sofort auf den ausgegebenen Spannungs- bzw. Stromwert aus. Wenn länger als 10 Sekunden kein Impuls kommt, so wird der Durchfluß „Null“ errechnet. Da der analoge Wert über eine 16-Bit Pulsbreiten-Modulation erzeugt wird, muss der Pegel über einen sog. „Integrator“ ausgegeben werden. Dieser Integrator reagiert mit kurzen Zeitverzögerungen im Sekundenbereich und abhängig davon, ob der Berechnungsmodus „arithmetisch“ oder „e-Funktion“ (glättend) eingestellt ist.

Je höher die maximale Frequenz der Impulse ist, um so schneller kann der Ausgang auf Veränderungen reagieren.

Beispiele bei Modus „arithmetisch“:

  1. TG 05 max. Frequenz 1,66 Hz bei Impulsgeber mit 50 Impulsen/Umdrehung Þ Reaktionszeit von 0 mA – 20 mA ca. 65 Sekunden.
  2. BG 100 – max. Frequenz 88 Hz bei Impulsgeber mit 200 Impulsen/Umdrehung Þ Reaktionszeit von 0 mA – 20 mA ca. 7 Sekunden.

Die Zeiten in den Beispielen entsprechen einer Sprungfunktion, d. h., der Gaszähler springt aus dem Stillstand auf höchste Geschwindigkeit, bzw. bleibt bei höchster Geschwindigkeit plötzlich stehen. Dieses entspricht nicht der Praxis. Die angegebenen Daten im Beispiel zeigen daher symbolisch die maximal möglichen Anstieg- und Abfallflanken des Signals in Relation zur maximalen Zählfrequenz. Da die Veränderung des analogen Ausgangspegels sofort mit der Veränderung des Volumenstromes nachgeregelt wird, können lediglich starke Sprünge im Durchfluß zu einer kurzen Verzögerung bei der Ausgabe der analogen Werte führen.

Signal-Überlauf bei zu großem Volumenstrom

Bei der Auswahl des angeschlossenen Gaszählers wird standardmäßig der max. Volumenstrom laut Datenblatt des Gaszählers als solcher definiert. Bei Sonderausführungen des Gaszählers kann der für diesen Gaszähler gültige max. Volumenstrom programmiert werden (siehe Kap. 6).

Wird der angeschlossene Gaszähler mit einem Volumenstrom betrieben, der größer ist als der definierte oder programmierte maximale Volumenstrom, wird das Ausgangssignal beim Maximalwert abgeschnitten. Das bedeutet, dass bei einem Überlauf die Ausgangsspannung einen konstanten Wert von 1 Volt und der Ausgangsstrom einen Wert von 20 mA hat.

Schnittstelle RS 232

(Belegungsplan der Buchse siehe Ziffer 8)

Über die Schnittstelle RS 232 kann die Anzeige-Einheit an einen Computer angeschlossen werden.

Das Datenübertragungskabel hierzu muss ein neunpoliges Kabel mit beidseitig neunpoligem Anschluss sein, wobei alle benötigten Adern zwischen Stecker und Buchse des Kabels direkt miteinander verbunden werden, d. h. Pin 2 des Stecker auf Pin 2 der Buchse, Pin 3 auf Pin 3 usw.. Die für die Datenübertragung notwendigen Pins / Adern können Punkt 7.3.1 entnommen werden.

Schnittstellen-Beschreibung

Sub-D-9-Buchse:

Pin 2 = TxD

Sendeleitung

 

Pin 3 = RxD

Empfangsleitung

 

Pin 4 = DTR

Data Terminal Ready (für Hardware Handshake)

 

Pin 5 = GND

Masse

 

Pin 6 = RTS

Request To Send (für Hardware-Handshake)

Signalpegel:

+/- 15 Volts

 

Datenübertragung:

9600 Baud, Data = 8 Bit, Parity = N, Stopbit = 1

Es können grundsätzlich alle Daten, die im Display angezeigt werden, zu einem Computer übertragen werden. Die benutzte Software muss hierzu folgende Steuerzeichen an die Schnittstelle senden, um folgende Daten zu erhalten:

Steuerzeichen

Ctrl-V

Hex 16

liefert:

VOL 00000,00 LTR
(Liste der Dezimalstellen siehe Ziffer 4, Tabellen 1 & 2)

Ctrl-F

Hex 06

liefert:

FLOW 000,00 L/H
(Liste der Dezimalstellen siehe Ziffer 4, Tabellen 1 & 2)

Ctrl-C

Hex 03

bewirkt:

RESET

Ctrl-T

Hex 14

liefert:

Typ + Betriebsart

 

 

z.B. :

TG 05 Batterie

 

 

 

TG 10 Netz

 

 

 

TG 20 Low Batt usw.

Die Schnittstelle sendet immer nur dann Daten, wenn ein Steuerzeichen empfangen wurde. Die Texte werden je nach Programmierung in deutsch oder englisch ausgegeben.

Wird mit dem Steuerzeichen „Crtl-C“ ein RESET ausgelöst, hat das die gleichen Auswirkungen wie das Betätigen der RESET-Taste: Alle internen Zählregister werden auf Null gesetzt, die eingestellten Setup-Daten werden gelesen und nach dem Einblenden der Initial-Meldung werden die Werte entsprechend des Anzeigemodus 1 angezeigt (siehe Ziffer 4 „Anzeige“)

Hardware-Handshake

Die Anpassung der Schnittstelle an den angeschlossenen Computer in Bezug auf den Hardware-Handshake erfolgt automatisch. Nach Erhalt eines Steuerzeichens (z.B. Ctrl-V für „Volumen“) sendet die Schnittstelle die angeforderte Byte-Folge wie folgt:

  1. Wird vom angeschlossenen Computer ein Hardware-Handshake angeboten, d.h., wird vom Computer das Signal DTR auf „High“ gesetzt, schaltet die Schnittstelle das Signal RTS auf „High“ und sendet Zeichen, bis vom Computer DTR auf „Low“ geschaltet wird.
  2. Wird vom angeschlossenen Computer kein Hardware-Handshake angeboten, d.h., erfolgt keine Ansteuerung des Signals DTR innerhalb einer bestimmten Verzögerungszeit, so sendet die Schnittstelle die gesamte Byte-Folge im X-ON / X-OFF Modus nach Ablauf dieser Verzögerungszeit. Die Verzögerungszeit ist gleich der Übertragungszeit von einem Zeichen bei 9.600 Baud (= 0,8 msec).
Änderungen vorbehalten

 



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