Trommel-Gaszähler TG-Serie (nasse Ausführung)
Bedienungsanleitung – Messung (Kapitel 3)
3.1. Inbetriebnahme
- Typ TG 01
Um die Reibungswiderstände so gering wie möglich zu halten, ist der TG01 serienmäßig mit einem Impulsgeber statt eines mechanischen Rollenzählwerkes ausgerüstet. Es erfolgt daher keine Anzeige des gemessenen Volumens am Gaszähler. Stattdessen können die Signale (=Pulse) entweder direkt zur Elektronischen Anzeige-Einheit EDU 32 FP übertragen werden (empfohlen) oder zu einem eigenen Messwerterfassungs-System, das die Spannungssignale weiterverarbeiten kann. Bei der EDU 32 FP erfolgt eine Anzeige des Volumens sowie des Volumenstromes.
Um die Impulse zur EDU32 zu übertragen, bitte den Impulsgeber-Ausgang (Buchse an dem frontseitigen Impulsgeber-Gehäuse in der 8-Uhr-Position) über das mitgelieferte Kabel (2 x 5-Pin-DIN-Stecker, im Lieferumfang der EDU32) mit dem Impulseingang der EDU32 verbinden. Danach die EDU32 einschalten und für den Anschluss an den TG01 entsprechend der Bedienungsanleitung der EDU32, Kap. 6, programmieren.
Der Gaszähler ist damit betriebsbereit. - Typ TG 05 – TG 50
Zur Erleichterung des Ablesens nach Beendigung der Messung kann der große Zeiger des Zifferblattes vor Messbeginn von Hand auf Null gesetzt werden. Bei Geräten mit einem summierenden Rollenzählwerk (Standardausführung) muss der Zählerstand des Rollenzählwerkes notiert werden, bei der Ausführung mit einem rückstellbaren Rollenzählwerk (Option) kann das Zählwerk durch die Rückstelltaste auf Null gestellt werden. Bei Geräten mit einem summierendem Zeigerzählwerk (Option) können die Zeiger von Hand auf Null gestellt werden.
Der Gaszähler ist damit betriebsbereit.
3.2. Überprüfung des Sperrflüsigkeit-Pegels
Vor jeder Messung sollte der Pegel der Sperrflüssigkeit gemäß Ziffern 2.2 und 2.3 überprüft werden.
3.3. Beachtung der Leistungsdaten
Bei den Messungen müssen unbedingt die Leistungsdaten des benutzten Gaszählers entsprechend des mitgelieferten Datenblattes beachtet werden. Die maximale Druckbelastung beträgt bei den Trommelgaszählern der Standardausführung 50 mbar (Gehäuse aus Thermoplast) bzw. 500 mbar (Gehäuse aus Edelstahl)!
3.4. Messungen mit Sauerstoff
Die Vermischung einiger Gase mit Sauerstoff kann eine Explosion verursachen. Aus diesem Grunde muss vor oder nach Messungen mit Sauerstoff sichergestellt sein, dass sich kein Gas aus der vorangegangenen Messung in der Messtrommel oder innerhalb des Gaszählergehäuses befindet. Um dieses zu erreichen, muss der Gaszähler mit einem Inertgas (z.B. Stickstoff oder einem Edelgas) gespült werden. Die Spülung mit dem Inertgas sollte für die Dauer von mindestens fünf Umdrehungen der Messtrommel durchgeführt werden ( = fünf Umdrehungen des großen Zeigers am Zifferblatt).
Änderungen vorbehalten
