Zubehör
Elektronische Anzeigeeinheit
6. Programmierung des Gerätes
Die Programmierung des Gerätes kann über
- die Bedienungstasten
- einen angeschlossenen PC
erfolgen.
6.1 Programmierung über die Bedienungstasten
Die Programmierung erfolgt über ein Setup-Menü. Das Setup-Menü wird durch gleichzeitiges Drücken (für ca. 0,5 Sek.) der Tasten ENTER und SELECT aktiviert
Achtung: Nach Aufruf des Setup-Menüs werden alle Messdaten auf Null zurückgesetzt, da eine Neuinitialisierung erfolgt
Die Aktivierung des Setup-Modus wird zur Unterscheidung des Betriebsmodus in der Anzeige wie folgt dargestellt:
>>>>Setup<<<< |
Im Setup-Modus werden mit jedem Drücken der ENTER-Taste nacheinander die einzelnen Menüpunkte angewählt. Die SELECT-Taste hat die Selektionsfunktion und wählt die gewünschten Einstellungen aus. Ein nachfolgendes Drücken der ENTER-Taste speichert die selektierte Einstellung und führt zum nächsten Menüpunkt.
Erfolgen für eine Zeitdauer von 20 Sek. innerhalb des Setup-Modus keine Eingaben, verlässt das Programm den Setup-Modus mit Übernahme der bis dahin eingegebenen Werte (Ausnahme: Eingabe eines maximalen Volumenwertes für den Analog-Ausgang, Ziffer 6.1/14).
Das Setup-Menü wird nach dem letzten Menüpunkt durch eine Neuinitialisierung beendet. Dabei werden die eingestellten Daten gespeichert.
Setup-Menü
1. Sprache
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2. Kontrast
Der Kontrast ist einstellbar in einem Skalenbereich von 0 bis 7. Dabei ist 0 der geringste und 7 der größte Kontrast. Mit jedem Tastendruck der Mode-Taste wird der Kontrast um einen Skalenwert erhöht. | ||||||||||||
3. Gaszähler-Typ
Mit jedem Tastendruck der Mode-Taste wird der nächste Gaszähler-Typ selektiert in aufsteigender Reihenfolge der Größen (entsprechend der Reihenfolge der Gaszähler-Typen in Tabellen 1 und 2 in Kapitel 4.4). Nach dem letzten Gaszähler (BG100) folgt wieder der erste (TG01) | ||||||||||||
4. Impulsgeber-Typ
Sensortyp 3.X steht für alle Sensoren der Version 3 | ||||||||||||
5. Impulsscheibe
Bitte entnehmen Sie die Anzahl der Impulse pro Umdrehung dem Datenblatt des Impulsgebers des angeschlossenen Gaszählers. | ||||||||||||
6. Standard-/Individual-Parameter
"Parameter Stand.": "Parameter extra": | ||||||||||||
7. Alarmfunktion "maximaler Volumenstrom"
Innerhalb des Messbereiches des Gaszählers kann ein Alarmwert des Volumenstromes [in Ltr/h] programmiert werden, bei dessen Überschreitung über den eingebauten Summer ein Alarm gegeben wird. Hierzu muss der Summer im Menüpunkt "Summer" aktiviert werden. Die Überschreitung des Volumenstromes wird durch eine wiederkehrende Tonfolge der Form "kurz – Pause - lang" ("tüt — tüüüüüt") dargestellt. | ||||||||||||
8. Alarmfunktion "minimaler Volumenstrom"
Innerhalb des Messbereiches des Gaszählers kann ein Alarmwert des Volumenstromes [in Ltr/h] programmiert werden, bei dessen Unterschreitung über den eingebauten Summer ein Alarm gegeben wird. Hierzu muss der Summer im Menüpunkt "Summer" aktiviert werden. Die Unterschreitung des Volumenstromes wird durch eine wiederkehrende Tonfolge der Form "lang – Pause" ("tüüüüüt —") dargestellt bei gleicher Zeitlänge für das Tonzeichen und die Pause. | ||||||||||||
9. Summer
Der Summer wird für die Meldung der Über-/Unterschreitung eines programmierten max./min. Volumenstromes aktiviert oder deaktiviert. Auch bei deaktiviertem Summer werden andere technische Warnmeldungen weiterhin signalisiert (ÞKurzschluss am Stromausgang, ÞEEPROM defekt). | ||||||||||||
10. Stromausgang/Spannungsausgang ein/aus
Zum Betrieb einer jeden Stromschnittstelle ist eine Spannungsquelle erforderlich. Zum Betrieb der Stromschnittstelle der EDU (4-20 mA oder 0-20 mA ) kann die EDU-interne Spannungsquelle verwendet werden oder auch eine externe Spannungsquelle von 24 Volt. In der EDU 32 FP wird über einen internen DC/DC-Wandler aus der Betriebsspannung der EDU 32 FP eine 24-Volt-Hilfsspannung erzeugt, so dass die Stromschnittstelle ohne externe Spannungsversorgung betrieben werden kann. Der Spannungsausgang ist nicht abgeschaltet; er liefert 0 – 3 Volt oder 600 mV – 3 Volt (siehe Ziff. 6.1/11) "Stromausgang AUS": Es wird keine 24-Volt-Hilfsspannung erzeugt, die Stromschnittstelle ist abgeschaltet. Der Spannungsausgang liefert 0 – 1 Volt Die Erzeugung der 24-Volt-Hilfsspannung erfordert einen höheren Strom, wodurch sich die Betriebsdauer des Gerätes im Batteriebetrieb reduziert (siehe auch Kap. 3.3.2). Bei nicht benötigter Stromschnittstelle sollte daher der Stromausgang auf "AUS" programmiert werden. Der Zustand "Stromausgang EIN" wird zusätzlich auf der Rückseite des Gerätes durch eine grüne LED angezeigt. | ||||||||||||
11. Auswahl des Messbereiches für das Stromsignal
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12. Berechnung des Mittelwertes des Volumenstromes
"Vol.Str. arithmet":Der Mittelwert des Volumenstromes wird im arithmetischen Verfahren (summenbildend) berechnet.
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13. Wahl der Messgröße "Volumenstrom" oder "Volumen" für analoges Ausgangssignal
"Analog Strom": "Analog Volumen": | ||||||||||||
14. Maximalwert für Volumen für analoges Ausgangssignal
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Für die Ausgabe des Volumens als analoges Ausgangssignal muss ein maximaler Volumenwert programmiert werden, bei dem der Maximalwert des Analogsignals erreicht wird. Um die größtmögliche Auflösung nutzen zu können, erfolgt die Auswahl des maximalen Volumenwertes in diskreten Schritten. Diese ergeben sich aus der Anzahl der Schlitze im Impulsgeber und dem Gaszählertyp sowie die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Werte des Volumens pro Impuls. Das mögliche Inkrement gibt das Gerät automatisch entsprechend des gewählten Gaszählertyps vor.
Nachdem dieser Menüpunkt durch die ENTER-Taste angewählt worden ist, kann mit der SELECT-Taste der gewünschte Wert programmiert werden. Die unteren und oberen Grenzen des maximalen Volumenwertes sind in der nachfolgenden Tabelle angegeben. Bei einmaligem Drücken der SELECT-Taste wird der Volumenwert um den Betrag des unteren Grenzwertes erhöht. Bei konstantem Drücken der SELECT-Taste wird dieser Wert automatisch hochgezählt, je länger die Taste gedrückt gehalten wird, desto schneller wird der Wert hochgezählt. Nach Loslassen und erneutem Drücken fängt der Zählvorgang wieder langsam an.
Nach Auswahl des gewünschten Wertes wird dieser Wert durch Drücken der ENTER-Taste gespeichert. Achtung: Erfolgt für eine Zeitdauer von 20 Sek. keine Eingabe, verlässt das Programm den Setup-Modus ohne Speicherung eines evtl. neu gewählten maximalen Volumenwertes.
Gaszähler Typ | Untere Grenze= Increment [ltr] | Obere Grenze [ltr] |
TG 01 | 0,128 | 196,608 |
TG 05 | 0,64 | 983,04 |
TG 1 | 1,28 | 1.966,08 |
TG 3 | 3,84 | 5.898,24 |
TG 5 | 6,40 | 9.830,4 |
TG 10 | 12,8 | 19.660,8 |
TG 20 | 25,6 | 39.321,6 |
TG 25 | 32,0 | 91.520 |
TG 50 | 64,0 | 98.304 |
BG 4 | 12,8 | 19.660,8 |
BG 6 | 25,6 | 39.321,6 |
BG 10 | 64,0 | 98.304 |
BG 16 | 128 | 196.608 |
BG 25 | 128 | 196.608 |
BG 40 | 128 | 196.608 |
BG 100 | 128 | 196.608 |
Tabelle:Obere und untere Grenzen für des maximalen Volumenwertes, bei dem der Maximalwert des Analogsignales erreicht wird.
Ausführliche Beschreibung des Analogausganges: siehe Ziffer 7.2
6.2 Programmierung durch angeschlossenen PC
Alle Programmeinstellungen, die über die Tastatur vorgenommen werden können, können auch von einem PC aus erfolgen. Der PC muss hierzu über die Schnittstelle RS 232 an die EDU angeschlossen werden. Der Vorteil besteht darin, dass eine Eingabe von Zahlen wesentlich einfacher erfolgen kann.
Ein weiterer Vorteil besteht in der Möglichkeit, mit einem PC weitere Parameter verändern bzw. programmieren zu können zur Anpassung an Sonderausführungen des verwendeten Gaszählers oder zur Einstellung von anwendungsspezifischen Parametern über die Schnittstelle RS 232 wie z.B.:
- Anzahl der Impulse des Impulsgebers pro Umdrehung der Messtrommel
- Vorgabe eines anderen Volumenstromwertes, bei welchem der Maximalwert des analogen Ausgangs erreicht wird
- Nachkommastellen für Volumen- oder Volumenstromanzeige
Hierzu sind jedoch detaillierte Kenntnisse der internen Programmierung der EDU erforderlich. Im Bedarfsfall wenden Sie sich bitte an Fa. Ritter oder Ihren lokalen Händler.
Zur Übertragung von Daten vom PC zur EDU müssen vorhanden sein:
- PC
- serielles Kabel (alle Adern 1:1 verbunden d.h. Pin1 Buchse = Pin1 Stecker, Pin2 Buchse = Pin 2 Stecker usw.,
- Terminalprogramm, z.B. Procom oder Hyperterminal aus Windows
Über eine COM-Schnittstelle (COM1, COM2 etc.) muss mittels eines Terminal-Programmes (z. B. Hyperterminal aus Windows) eine Direktverbindung zwischen PC und EDU hergestellt werden. Das Terminal-Programm muss auf die benutzte COM-Schnittstelle eingestellt werden. Die EDU wird in den Setup-Modus durch die Steuercodes Ctrl-C und Ctlr-E geschaltet. Beide Steuercodes müssen innerhalb von 0,5 Sek. gesendet werden. Der Setup-Zustand wird gleichzeitig auf dem Display angezeigt.
Mit der Returntaste wird die "Enter"-Funktion ausgeführt, mit der Leertaste die "Select"-Funktion. Mit diesen beiden Tasten der Tastatur kann wie mit den Tasten an der EDU die Einstellung vorgenommen werden. Dabei kann parallel auch an der EDU über die Tasten eingestellt werden. Alle Einstellungen und Veränderungen erscheinen auf dem Monitor (Terminal oder Terminalprogramm des Rechners) und auf dem Display der EDU.
Befindet sich die EDU im normalen Betriebsmodus, kann mit der Funktion Ctrl-R der aktuelle Inhalt des EEProms im Intel-Hex-Format ausgelesen werden. Dieser String beinhaltet alle vorgenommenen Einstellungen, sowie ggf. auch eingegebene Sonderprogrammierungen. Sonderprogrammierungen können über das Terminalprogramm auch an die EDU im Intel-Hex-Format gesendet werden.
Änderungen vorbehalten
